My Spirit

Suche

Direkt zum Seiteninhalt

Anleitung

Meditationen

Meditation mit Hilfe des Atems

Als erstes sucht man sich einen möglichst ungestörten und angenehmen Platz, an dem man für eine Weile sitzen kann. Man sollte nicht durch Türklingeln, Telefone etc. unterbrochen werden ! Zum Zeitablesen stellen oder legen wir uns eine gut ablesbare Uhr in Sichtweite hin.

Die Sitzhaltung sollte vor allem aufrecht, mit geradem, aber nicht verspannten Rücken sein, im Schneider- , Lotus- oder halbem Lotussitz oder auch auf einem Stuhl. Wichtig ist, dass man entspannt und angenehm sitzen kann.

Die Hände legt man entweder, die Handflächen nach oben, ineinander in den Schoß, etwa vier Finger breit unterhalb des Bauchnabels. Dabei berühren sich optimalerweise die Daumenspitzen ganz leicht. Oder man legt die Hände einfach auf die Oberschenkel, mit den Handflächen nach unten.

Zu beachten ist, dass man nicht aus der Meditation „etwas Besonderes“ macht. Wohl auch deshalb wird in mehreren Traditionen auch einfach von „Sitzen“ gesprochen.

Die Augen können leicht geöffnet sein, der Blick fällt, dem Verlauf der Nase folgend, vor uns ein wenig abwärts, der Kopf ist nahezu aufrecht und dabei höchstens eine Idee gesenkt. Der Blick sollte etwa 10 Finger breit von der Nasenspitze entfernt im Raum verweilen oder auch vor uns auf den Boden, ohne jedoch etwas zu fixieren, ohne etwas aktiv anzuschauen. Wenn es zu schwer fällt, die Augen offen zu halten, können wir sie auch für eine Weile schließen, wobei wir aber nicht „wegdämmern“ sollten. Besser, dann die Augen wieder leicht öffnen und den Kopf etwas anheben. Unser Blick fixiert nichts - wir schauen nichts aktiv an.

Wenn die Körperhaltung zu unangenehm wird, können wir sie angemessen verändern, ohne andere damit mehr als nötig zu stören (wenn man zu mehreren meditiert).


Dann wenden wir unsere Aufmerksamkeit unserem Atem zu, gerade so, wie er eben ist. Er ist unsere erste Stütze bei der Meditation. Zu ihm können wir immer wieder zurückkehren, wenn unsere Gedanken abschweifen oder wir durch Gefühle oder Wahrnehmungen abgelenkt werden. Im besten Fall lassen wir alles, was auftaucht, einfach kommen und gehen, ohne an Angenehmem anzuhaften oder Unangenehmes abzulehnen. Sobald wir Ablenkung bemerken, kehren wir sanft, aber unmittelbar mit unserer Aufmerksamkeit zum Atem zurück.

Das tun wir für anfangs fünf bis zehn Minuten. An die Zeit, die wir uns zu Anfang vornehmen, halten wir uns dann auch - nicht länger „weil es (z.B.) gerade so gut ist“ oder kürzer „weil es nun, im Moment, aber wirklich gar nicht geht“. Wenn es für uns stimmig ist, können wir auch längere Mditationszeiten praktizieren.

Am Ende der Sitzung lassen wir uns noch einen Moment Zeit, um geistig und physisch wieder in den Alltag zurückzukehren. Eine Widmung, geistiges Verschenken all des Guten, was so möglicherweise entstanden ist, wird empfohlen. Je nach Bedarf können wir dann den Körper ein wenig strecken und recken - und beim Aufstehen aufpassen, das nicht bei ggfls. eingeschlafenen Körperteilen etwas überdehnt o.ä. wird !


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü